Störendes Augenzucken behandeln

Veröffentlicht

Ein zuckendes Augenlid ist unangenehm und stört. Vielfach wird es durch Stress, Schlaf- oder Magnesiummangel ausgelöst. Auch eine Bindehautentzündung kann Ursache für die nervöse Zuckung sein.

Augenzucken ist meist harmlos und geht vorüber

Auch wenn es mehrere Stunden anhält, ist Augenzucken in der Regel harmlos und vergeht von selbst. Nicht nur der Muskel des Augenlids zieht sich ungewollt zusammen, auch andere Körperpartien zittern unkontrolliert. Am Auge wird es oft schneller wahrgenommen, denn dort liegen die Muskeln direkt unter der Haut.

Ursachen für das Zucken der Augenmuskulatur sind vor allem Stress und Ermüdung. Schlafmangel, aber auch Bildschirmarbeit können das Auge stark beanspruchen. Ebenso hat der Magnesiumhaushalt Einfluss auf das Lidzucken. Es kann jedoch ratsam sein einen Arzt aufzusuchen, wenn das Zucken anhält. Eine Augeninfektion oder eine Erkrankung der Nerven können zugrunde liegen. In sehr seltenen Fällen liegt ein Hirntumor vor.

Stress und Überlastung der Augen behandeln

Leiden Sie unter Stress, hilft eine konzentrierte Auszeit. Entspannen Sie sich z.B. mit Autogenem Training. Hören Sie Musik oder legen Sie sich kurz hin. Massieren Sie mit den Fingern leicht Ihre geschlossenen Augenlider. Ein stressbedingtes Augenzucken lässt dann schnell nach.

Eine Übermüdung der Augenmuskeln tritt in unserem bildschirmbestimmten Alltag häufig auf: Computer, Fernseher und Smartphones sind vor allem bei geringer Distanz eine Herausforderung. Beobachten Sie Ihren Umgang mit Bildschirmen und verzichten Sie so oft wie möglich auf den Monitor.

Müssen Sie einen Bildschirm nutzen, sollten Sie möglichst einen Abstand von 60-90 cm einhalten. Legen Sie regelmäßige Pausen ein und schauen Sie in die Ferne, um das Auge zu trainieren. Achten Sie zudem darauf, zu blinzeln.

Magnesiummangel durch Ernährung beikommen

Magnesium organisiert die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln. Leidet der Körper unter einem zu niedrigen Magnesiumspiegel, können Augenzuckungen auftreten. Erhöhter Bedarf besteht bei Schwangeren, Sportlern sowie in stressigen Lebensabschnitten wie z. B. einem Jobwechsel oder einer Trennung. Diabetes, Zöliakie, chronische Nierenerkrankungen und Alkoholismus können zudem Einfluss auf den Magnesiumverbrauch des Körpers haben.

Achten Sie auf Ihre Ernährung: Obst und Gemüse, ausreichend Mineralwasser oder ungesüßter Tee sind die Grundlage für eine gute Nährstoffversorgung. Einen hohen Anteil Magnesium findet man darüber hinaus in Sonnenblumenkernen, Nüssen, Haferflocken, Bohnen und Spinat.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Helfen die vorgestellten Maßnahmen nicht und halten die Beschwerden wochenlang an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eine Untersuchung der Augen kann ergeben, ob z. B. eine Augeninfektion vorliegt. Auch eine Fehlsichtigkeit kann Ursache für die ständige Überlastung der Augen sein. Eine Untersuchung der Nerven kann darüber hinaus ernstere Schäden ausschließen.