Schmerzhafte Hühneraugen behandeln

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Sie gehen mit einer Freundin oder einem Freund wandern oder shoppen und möchten einen schönen Tag gemeinsam erleben, aber nach kurzer Zeit tun Ihnen Ihre Füße extrem weh. Sie versuchen es mit Gehpausen. Doch die Schmerzen werden nur intensiver. Ein frühzeitiger Abbruch des schönen Tages ist die Konsequenz. Zu Hause ziehen Sie Ihre schicken Stilettos oder neuen Wanderschuhe aus und entdecken weißliche Beulen bzw. Hühneraugen. Das Hühnerauge oder auch Krähenauge verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit zum Vogelauge.

Vom druckenden Schuh bis zum Hühnerauge

Hühneraugen entstehen durch schlecht oder eng sitzendes Schuhwerk. Druckstellen von zu engen Pumps bzw. Stilettos oder schlechtem Material wie z. B. zu dünnen Sohlen, geringem Innenfutter oder zu starrem Leder begünstigen das Entstehen von Hühneraugen. Durch den Druck, der viele Stunden auf dieselbe Stelle drückt, verdickt sich die Oberhaut. Diese Reaktion des Körpers soll die beanspruchte Stelle vor dem permanenten Reiz schützen. Wenn die Stelle weiter beansprucht wird, verhornt sie und schiebt sich wie ein Keil in die Haut. Sobald der „Dorn“ dann die unterste Hautschicht erreicht hat, intensiviert sich der Schmerz.

Je nach Anatomie des Fußes können Hühneraugen an unterschiedlichen Stellen auftreten. Meistens entstehen diese am zweiten, vierten oder fünften Zeh sowie an der Fußsohle und am Ballen.

Was hilft gegen Hühneraugen?

Folgende Maßnahmen sind zu ergreifen, um die lästigen und schmerzhaften Hühneraugen zu entfernen:

  • Schlecht oder eng sitzendes Schuhwerk entsorgen oder selten tragen.
  • Die Verhornung kann durch regelmäßige Warmwasserbäder (20 Minuten) und die Nutzung von Bimsstein oder speziellen Feilen entfernt werden. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass die Haut nicht verletzt wird, da ansonsten virale oder bakterielle Infektionen entstehen können. Rückfettende Cremes sollten nach dem Feilen aufgetragen werden. So wird die Haut geschmeidiger und verhornt weniger.
  • Die betreffenden Bereiche entlasten und passendes Schuhwerk tragen. Einfache Pflaster, Silikon- oder Schaumstoffstücke können die beanspruchte Stelle entlasten. (Druckschutzringe werden von Podologen nicht empfohlen.)
  • Nutzen Sie Hühneraugen-Pflaster. Diese enthalten spezielle Säuren, die die Haut weicher machen. Die Pflaster können für einige Tage auf den betroffenen Stellen kleben bleiben. Anschließend kann die Hornhaut vorsichtig entfernt werden. Zu beachten ist, dass das Pflaster nicht auf gesunde Hautstellen geklebt wird, da die Säure zu Verletzungen führen kann.
  • Orthopädische Einlagen oder angepasste orthopädische Schuhe können Hühneraugen vorbeugen oder Fehlstellung ausgleichen. Nur im Notfall sind chirurgische Eingriffe erforderlich.
  • Tauchen Hühneraugen immer wieder an der gleichen Stelle auf oder lassen sich diese nicht entfernen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.