Pollenallergie: Wenn der Frühling nicht nur Freude bringt

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Eine Pollenallergie wird sehr häufig mit Heuschnupfen verwechselt. Sie unterscheidet sich jedoch von Heuschnupfen darin, dass sie an eine Saison, besser gesagt an den Pollenflug, gebunden ist. Ausgelöst wird eine allergische Reaktion durch Allergene in der Luft, auf die Betroffene reagieren. Zu beachten ist zudem, dass Hautkrankheiten wie z.B. atopische Dermatitis oder Nesselsucht während der saisonalen Pollenzeit verstärkt auftauchen.

Schon ab Februar oder März fliegen die ersten Frühblüherpollen durch die Luft und lösen bei einigen Menschen allergische Reaktion aus. Die Hauptsaison zwischen April und August ist durch die Pollen vieler Baumarten geprägt. Bei beständigen und optimalen Wetterbedingungen können Spätblüherpollen bis in den Oktober hinein aktiv sein. Weiterhin können Heuschnupfensymptome auch schon im Dezember oder Januar ausgelöst werden. Einzig im November scheint Betroffenen eine Ruhepause gegönnt zu sein.

Symptome – Wenn es überall kribbelt

Ein allergischer Schnupfen kennzeichnet sich insbesondere durch Niesattacken, Fließschnupfen, eine verstopfte Nase, juckende, brennende oder tränende Augen wie auch Juckreiz oder Brennen im Hals. Manchmal kommt es auch zu Entzündungen im HNO-Bereich. Denn die Schwellung der Schleimhäute erschwert den Sekretfluss sowie die Belüftung und erhöht somit die Infektionsgefahr.

Weitere Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Reizbarkeit, die den Alltag von Betroffenen sehr erschweren können. Bei starken allergischen Reaktionen können stärkere Leiden auftreten, so z.B. Migräne oder Magen-Darm-Störungen. Allergiker/innen klagen außerdem häufig über Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Depressionen.

Fast jede/r Fünfte ist von den dargestellten Symptomen betroffen. Tauchen Husten und Atemnot auf, sollte dringend eine Ärztin aufgesucht werden. Bitte beachten Sie, dass auch sogenannte Kreuzallergien z.B. mit Allergien im Lebensmittelbereich vorliegen können. Dies sollten Sie im Zweifel immer abklären lassen.

Diagnose und Behandlung von Pollenallergien

Um eine wirksame Therapie zu finden, müssen die entsprechenden Ursachen bestimmt werden. Dafür empfiehlt es sich, einen Hauttest sowie einen nasalen Provokationstest durchzuführen und mit der eigene Krankengeschichte abzugleichen.

Werden Unverträglichkeiten bei Ihnen diagnostiziert, sollten Sie die betreffenden Allergene meiden. Helfen kann zudem eine Immuntherapie wie z. B. eine Hyposensibilisierung oder eine spezifische Immuntherapie (SIT). Diese können durch Spritzen (SCIT) oder einnehmbare Präparate (SLIT) erfolgen. Wichtig ist dabei, dass die Therapie regelmäßig und ununterbrochen über ca. drei Jahre hinweg angewendet wird.

Akute allergische Reaktionen werden in der Regel mit Antihistaminika und Kortisonpräparaten behandelt. Es kann zudem auch hilfreich sein, die Lüftung je nach Lage an- bzw. auszuschalten. Denn so kann die Pollenanzahl in der Luft reduziert werden. Weiterhin sollten Sie das Lüften auf die Abendstunden beschränken, da sich der Pollenflug in dieser Zeit beruhigt. Auch kurz nach einem Regenschauer sollten sie frische Luft hereinlassen, da die Pollen meist durch den Regen auf dem Boden fixiert werden.

Es wird empfohlen, sich täglich die Haare zu waschen sowie eine Nasendusche zu verwenden, um möglichst wenig Pollen ausgesetzt zu sein. Eine tägliche Einnahme von Zink oder Schwarzkümmel kann ebenfalls sehr gut gegen allergische Reaktionen auf Pollen wirken.