Juckreiz oft durch trockene Haut verursacht

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Juckreiz (Pruritus) hat vielfältige Ursachen: Trockene Haut, Hauterkrankungen oder allergische Reaktionen sind die häufigsten Auslöser. Aber auch innere Organe können Juckreiz hervorrufen.

Juckreiz kann lokal oder am ganzen Körper auftreten. Bei Hauterkrankungen wie Nesselsucht, Schuppenflechte oder Neurodermitis tritt neben Juckreiz meist auch Ausschlag auf. Allergische Reaktionen sind in der Regel auf Lebensmittelunverträglichkeiten, Medikamente oder Insektenstiche zurückzuführen. Psychische Belastung kann das Jucken ebenfalls auslösen. Selten wird der Juckreiz durch Diabetes oder Leukämie hervorgerufen. Lassen Sie sich untersuchen, wenn die Symptome nicht abklingen.

Trockene Haut ist Hauptverursacher

Trockene Haut wird vor allem durch äußere Einflüsse bestimmt: Trockene Raumluft, übermäßiges Waschen, ungeeignete Pflegeprodukte o. Ä. lassen die Haut rau, gespannt und juckend zurück. Auch Störungen der Fett- und Feuchtigkeitsregulierung können zum Austrocknen der Haut führen. Achten Sie stets auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (Wasser, ungesüßter Tee).

Neigen Sie zu trockener Haut, sollten Sie auf parfümierte Pflegeprodukte verzichten und pH-neutrale Produkte bevorzugen. Cremen Sie sich zudem regelmäßig ein – am besten mit einer rückfettenden Lotion.

Juckreiz mit Hautausschlag

Juckreiz in Verbindung mit Ausschlag weist meist auf Nesselsucht (Quaddeln), Schuppenflechte (gerötete Flächen mit weißen Schuppen) oder Neurodermitis (raue, schuppige, rote Flächen) hin. Hautinfektionen wie z. B. eine Knötchenflechte, bei der sich etwa stecknadelgroße, blau-rote Knötchen bilden, sind ebenfalls weit verbreitete Verursacher von Juckreiz mit Ausschlag.

Besonders häufig treten die Symptome an Handgelenken und Unterschenkeln auf. Bei Kindern sind zudem typische Kinderkrankheiten wie Windpocken als Ursache in Betracht zu ziehen.

Allergische Reaktionen

Reagiert der Körper auf eigentlich harmlose Stoffe, spricht man von einer Allergie. Dabei wird Histamin freigesetzt, das zum Beispiel bei Heuschnupfen das Jucken von Augen und Nase verursacht. Auch Kontaktallergien können Juckreiz auslösen, wenn Sie z. B. ein bestimmtes Kleidungsstück nicht vertragen.

Lebensmittelallergien, aber auch bestimmte Medikamente müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Können Sie die Herkunft des Juckreizes nicht klären, ist daher ein Allergietest anzuraten.

Das können Sie tun

Bei Juckreiz mit Ausschlag ist ein Besuch beim Arzt stets empfehlenswert. Er kann die Ursache klären und geeignete Medikamente verschreiben. Meist wird Kortison genutzt, um den Juckreiz zu mildern und dem Ausschlag beizukommen.

Ist kein Ausschlag erkennbar, wird Juckreiz in den meisten Fällen durch trockene Haut verursacht. Gönnen Sie Ihrer Haut erhöhte Aufmerksamkeit und beobachten Sie die Entwicklung. Bleiben die Beschwerden bestehen, sollten Sie sich untersuchen lassen.

Beeinträchtigt der Juckreiz ihre Lebensqualität, können juckreizstillende Medikamente helfen. Lokalanästhetika hemmen die Reizweiterleitung zwischen den Nervenzellen. Kühlende Salben und Gels mit Menthol oder Kampfer mildern den Juckreiz sanfter. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrer Ärztin beraten.