Fußpilz – Hohe Ansteckungsgefahr in Schwimmbädern

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An sommerlichen Tagen sind Schwimmbäder und Seen voller gut gelaunter Menschen, die in der Sonne liegen und barfuß gehen. Doch Barfußgehen – insbesondere in großen Ansammlungen von Menschen – erhöht die Ansteckungsgefahr von Fußpilz.

Ständig verlieren wir kleine Hautschuppen, die sich im Schwimmbad und in den Umkleiden verteilen. In den winzig kleinen, abgeschliffenen Hautschuppen können sich jedoch Pilzsporen befinden. Tückisch ist ihr Durchhaltevermögen: Sie können tage- und wochenlang überleben und so Menschen mit Fußpilz infizieren.

Die sehr häufig auftretende Hautpilz-Erkrankung steckt ca. jeden dritten Menschen an. Die Rate der Infektionen steigt mit dem Alter, wobei Frauen durchschnittlich seltener erkranken als Männer. Unabhängig vom Alter sind vor allem Personen gefährdet, die unter Durchblutungsstörungen, starkem Schwitzen oder Fußfehlstellungen leiden bzw. immununterdrückende Medikamente einnehmen.

Unterschiedliche Pilzarten erregen Fußpilz

Für etwa 75% der Fußpilz-Erkrankungen sind Fadenpilze verantwortlich. Es können jedoch auch Hefe- oder Sprosspilze sowie Schimmelpilze Fußpilz hervorrufen. Zudem können sich diese Pilze weiter ausbreiten und andere Körperareale infizieren. Denn Pilze sind mit Mechanismen ausgestattet, die die Säureschicht der Haut zerstören. So können sie sich sehr leicht an weitere Hautzellen heften.

Einige Hefepilze können zudem wie körpereigene Zellen aussehen und so das menschliche Immunsystem täuschen. Gesunden Menschen kann dies nicht gefährlich werden, da die Säureschutzschicht und auch die bakterielle Schutzschicht der Haut die Pilzsporen vernichten. Das Immunsystem von älteren oder kranken Menschen hingegen ist anfälliger: Pilzsporen können nicht immer vollständig zerstört werden, sodass sich anfälligere Menschen auch schneller infizieren.

So erkennen Sie Fußpilz

Fußpilz ist eine Pilzinfektion, die die Zehenzwischenräume, die Fußsohle und in seltenen Fällen auch den Fußrücken befällt. Ist der Fußpilz in die Hornschicht eingedrungen, vermehrt sich dieser und löst Juckreiz sowie Entzündungen aus. Durch die Pilzinfektion erneuert sich die Hornhaut zudem schneller als üblich, verdickt sich und schuppt.

Die Fußpilz-Erkrankung ist anhand der Symptome und der Hautveränderung schnell zu erkennen. Eine genau Abklärung der Therapie sowie die Erkennung der Pilzart erfordert jedoch ärztliche Expertise.

Das können Sie tun, um Fußpilz vorzubeugen

  • Vermeiden Sie es, barfuß zu gehen. Tragen Sie stattdessen Badeschuhe oder Sandalen.
  • Verwenden Sie nach dem Besuch des Schwimmbades einen Föhn, um die Zehenzwischenräume zu trocken und nutzen Sie ein separates Handtuch, um die Füße abzutrocknen.
  • Tragen Sie gut passende und atmungsaktive Schuhe wie auch Baumwollsocken. Wechseln Sie ihre Schuhe jeden Tag, um das Trocken der Schuhe zu erleichtern.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig ihre Zehen, Zehenzwischenräume und Fußsohlen. Bei frühzeitiger Erkennung können sie eine pilzhemmende Salbe verwenden.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße gut durchblutet und warm sind. Wechselbäder- und -duschen regen die Durchblutung an.
  • Verwenden Sie kein Desinfektionssprays oder Pilzschutzmittel, da diese Allergien auslösen können und teilweise sogar wirkungslos sind. Ihre Schuhe sollten Sie jedoch regelmäßig desinfizieren.