Fasten: Frühjahrskur für den Körper

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Fasten geht längst über die religiöse Motivation hinaus. Die gesundheitlichen Vorteile einer Entschlackung überzeugen kompromisslos. Zudem bietet es eine gute Gelegenheit, die Ernährung umzustellen.

So funktioniert Fasten

Beim Fasten verzichten Sie auf feste Nahrung. Die fehlenden Nährstoffe führen Sie Ihrem Körper mit Flüssigkeiten zu. Diese kann er leichter verwerten, um Giftstoffe auszuschwemmen. Durch die fehlende Nahrungszufuhr entschlackt der Körper und baut eingelagerte Kohlenhydrate, Fett- und Eiweißreserven ab.

Rechtzeitig Vorbereitungen treffen

Eine Fastenkur will gut vorbereitet sein. Konsultieren Sie Ihre Ärztin, wenn Sie zum ersten Mal Fasten oder unter einer chronischen Krankheit leiden. (In Schwangerschaft und Stillzeit ist vom Fasten abzuraten.) Um sich bei der Durchführung der Kur zu entlasten, sollten Sie einen persönlichen Fastenplan erstellen.

Die Dauer und Intensität des Fastens hängt von der jeweiligen Kur ab (z. B. Buchinger, Basen, Schroth, Intervall, Molke etc.), muss aber stets an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Verzicht geübt wird durchschnittlich ein bis vier Wochen. Ohne ärztliche Konsultation sollten Sie jedoch das Limit von sieben reinen Fastentagen nicht überschreiten (Anfänger: fünf reine Fastentage).

Fasten in drei Phasen

Fastenkuren sind oftmals in drei Phasen unterteilt: die Umstellungs- bzw. Entlastungsphase, die Entschlackungsphase und die Aufbauphase bzw. das Fastenbrechen.

Umstellungs- bzw. Entlastungsphase

Um der Verlockung der Suchtmittel (Alkohol, Nikotin, Koffein, Zucker) zu widerstehen, sollten Sie besonders am Anfang Stress vermeiden. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um den Körper optimal auf die Entschlackung vorzubereiten. Trinken Sie täglich etwa drei bis vier Liter mineralstoffhaltiges Wasser, Saft, ungesüßten Tee (Früchte, Kräuter) oder Brühe.

Als wäre der Verzicht nicht schon schwer genug, kommt es durch die plötzliche Umstellung der Gewohnheiten zunächst erschwerend zu Nebenwirkungen: Schwächegefühle, Stimmungsschwankungen, erhöhtes Kälteempfinden, Kopfschmerzen sowie Körper- oder Mundgeruch sind typische Symptome des beginnenden Giftstoffabbaus.

Entschlackungsphase

Ab jetzt nehmen Sie nur noch Flüssigkeiten auf. Feste Nahrung gehört der Vergangenheit an. Durch die hohe Flüssigkeitszufuhr beginnt die Entschlackung und Fetteinlagerungen sowie der Abbau der Giftstoffe. Die Nebenwirkungen lassen nach und eine Verbesserung wird spürbar.

Aufbauphase bzw. Fastenbrechen

In der letzten Phase gewöhnen Sie Ihren Körper wieder an einen normalen Ernährungsplan. Nehmen Sie leichte, fettarme Speisen zu sich, um die Produktion der Verdauungssäfte wieder anzuregen und Magenkrämpfe oder Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Eine Portion Obst, eine Portion Gemüse und eine Gemüsebrühe sind als Mahlzeit für den Übergang ein gute Empfehlung. Zucker, Fett, Alkohol und Koffein sollten weiterhin vermieden werden, um den Körper nicht zu überfordern. Achten Sie außerdem besonders darauf, langsam zu essen, damit sich der Stoffwechsel wieder anpassen kann.

Im Anschluss an die Fastenkur helfen eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, den Körper dauerhaft gesund zu halten.